Form, Struktur, Materialität, Emotion - dargestellt ohne die Anwesenheit von Farbe. Fotografie wie sie lange als einzig Form existierte, ehe sie von Farbe und schlussendlich von Pixel revolutioniert wurde. Selbst wer sich vorher noch nie mit der Materie befasst hat, wird durch die praxisnahe Vermittlung schnell Gefallen daran finden.
In einem ersten Schritt werden wir uns mit einigen wichtigen Grundlagen befassen, wie z.B einer theoretischen Erläuterung des analogen Prozesses, der Wahl des Filmmaterials und dessen Eigenschaften, sowie unser Denken in „schwarzweiss“ umstellen.
Danach werden wir uns in zweier Teams auf die Jagd nach Motiven machen, um so einen bis zwei Filme à 36 Bildern zu füllen. Völlig frei, jedoch immer mit dem Hintergedanken, dass da keine Farbe sein wird.
Sobald dies geschehen ist, beginnt der „dreckige“ Teil des Workshops. Wir setzen Chemie an, entwickeln die Filme und beurteilen die Negative. - Je besser das Negativ, desto besser der Print. Danach geht es weiter mit der Erstellung der Vergrösserungen. Wir klären Fragen nach der richtigen Härte des Papiers, der Belichtungszeit und der Temperatur des Entwicklers.
Anschliessend werde die Prints getrocknet und zur Präsentation aufbereitet. Haben wir erst einmal die Prints, so können wir uns ausführlich über die entstandenen Arbeiten unterhalten und sie anderen Campteilnehmern präsentieren.
Eine eigene analoge Kamera, am besten Spiegelreflex, ist mitzubringen. Wer schon fotografische Vorkenntnisse besitzt kann diese sicher Nutzen, sie sind aber nicht Bedingung. Außerdem solltet ihr keine Abneigung im Umgang mit Chemikalien haben. Wir werden uns zwangsläufig die Hände dreckig machen müssen.
Emanuel Per Freudiger, 26, hat sich dem Leben hinter der Linse verschrieben.
Zuerst als Lehrling im Fotofachhandel, danach für Aufnahmen in einem Werbestudio.
Nach Unterbrechungen ist er seit 2009 wieder voll am Ball. Zunächst als Assistent in der Werbefotografie und seit einem halben Jahr als Praktikant Pressefotografie für die Mittelland Zeitung AG in Aarau (CH).
Zu seinen bevorzugten Motiven zählt Emanuel Portraits, Reportagen, Architektur und Experimentelles. Nach wie vor Verfechter der analogen Fotografie, zieht er des Öfteren noch mit alten Gerätschaften durch die Gegend, was ihm bisweilen neugierige Blicke beschert. Denn obwohl die analoge Fotografie vielleicht nur noch einen Nischenplatz einnimmt - tot ist sie noch lange nicht.