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Die Studentin Kathrin Vogt aus Konstanz erzählt in einem Interview über ihre Aufgaben als Leiterin des Bodenseecamps 2009. Maike Preissing
Ich dachte, das wäre dieses Jahr eine gute Idee, weil ich die letzten beiden Jahre das Rahmenprogramm gemacht habe und mal den Gesamtüberblick haben wollte. Ich dachte, man bekommt mehr mit von allem. Stimmt aber nicht! Und gibt es sehr viel mehr zu tun? Nicht mehr zu tun, aber mehr zu denken. Kommst du mit deiner Aufgabe zurecht? Ja, ziemlich gut. Beim campen muss man einfach viel improvisieren und kreativ sein. Wie bist du mit dem Team zufrieden? Mein Team ist toll. Ich könnte es mir nicht besser wünschen. Die Leute denken viel mit, sind immer erreichbar, die Stimmung passt, weil wir alle die gleiche Art zu denken haben. Gibt es Unterschiede oder Neuigkeiten zu den vergangenen Jahren? Wir haben dieses Jahr das erste mal Yoga dabei, als Geburtstagsgeschenk. Und wer will, kann einen Tag länger Urlaub machen. Gab es bei der Organisation größere Probleme? Das größte Problem war, Feuerholz aufzutreiben. Ich habe eine Woche lang im ganzen Landkreis herumtelefoniert aber keiner hatte mehr Holz. Als ich mich dann schon darauf eingestellt hatte, dass wir ohne Feuer auskommen müssen, sagte man mir, kaum im Camp angekommen, dass eine Ladung Holz mit zwei Wochen Verspätung geliefert worden sei, die eigentlich für die Camper zuvor gedacht war. Ein Glück. Wie löst ihr Probleme gemeinsam im Team? Wir haben eigentlich eine klare Aufgabenverteilung mit verschiedenen Zuständigkeiten. Anders geht es nicht. Vor Ort packt natürlich jeder da an, wo er gerade gebraucht wird. Einmal pro Tag treffen wir uns zu einer Teambesprechung. Die Arbeit hier im Camp ist ehrenamtlich. Was treibt dich an? Die Leute. Ich bin jedes Jahr wahnsinnig gerne hier und freue mich, wenn ich strahlende Gesichter und glückliche Teilnehmer sehe. Man lernt ja auch jedes Jahr neue, nette Leute kennen. Wir haben hier eben dieses internationale Flair. Es sind Leute aus Wien, Salzburg, Zürich, Bern und sogar aus Hamburg und Berlin dabei. Das muss ja einen Grund haben. Warum ist das Bodenseecamp wichtig? Ich glaube einfach, dass es so wichtig ist, weil wir Sonne und See haben und weil wir campen, weil wir den ganzen Tag draußen sind. Es gibt wohl keine bessere Atmosphäre, um etwas zu lernen, als hier. Was haben fünf Jahre Bodenseecamp bewirkt? Auf jeden Fall, dass die Jugendpressen aus Österreich, Bayern und der Schweiz näher zusammengerückt sind, und dass die Kontakte intensiver wurden. Aus dem Bodenseecamp entstanden auch viele andere Ideen, die außerhalb des Camps zu tollen Projekten führten. Ein Beispiel ist die Wiener Jugendzeitung Schnipsel. |