Hier findest du drei Artikel aus dem Workshop »Schülereitung« vom BodenseeCamp 2011:

Jodeln, Käse, Lederhosen

Klischees zwischen drei Nationen

„Die Österreicher hassen sich selbst, aber noch viel mehr hassen sie die Deutschen.“ Derartige Aussagen bekommt man zu hören, wenn man sich auf dem Bodenseecamp für junge Medienmacher mit den Österreichern, Schweizern und Deutschen über die unterschiedlichen Nationalitäten unterhält. Stellen wir uns folgende Situation vor: Ein kleines, betrunkenes Männchen reitet auf einer Kuh einen Berg hinauf. Oben angekommen, steigt es von seinem hohen Ross, führt einen traditionellen Volkstanz auf und streicht über seinen weißen Rauschebart. Das kann doch nur ein Österreicher sein! Das hier zugegebenermaßen übertriebene Bild des „typischen“ Österreichers liegt wohl fern von der Realität wird aber dennoch zumindest mit einem ironischen Lachen gerne bestätigt. Es geht aber auch im positiven Sinne: Deutsche und Schweizer schätzen ihren gemeinsamen Nachbarn für seinen scharfsinnigen Humor und seine Bereitschaft, das Leben stets in vollen Zügen zu genießen. Obwohl auf dem Bodenseecamp 2011 tolerante, junge Medieninteressierte zusammen kommen, haben die meisten diverse Vorurteile sofort parat. Auch über die Schweiz waren einige Klischees schnell gesammelt: Der Schweizer ist stets überpünktlich, überhöflich, übermäßig reich, aber trotzdem geizig bis aufs Blut. Überfüllt ist die Schweiz durch ihre hohe Zahl an Pensionären, die Parks und Cafés besiedeln. Jeder Schweizer lebt in seinem eigenen Schloss, isst unentwegt die wohl weltbeste Schokolade aber leidet unter seinen kleinen Ohren. Gerade aber, wenn es um unbegründete Vorurteile gegen ihre Nation geht, zeigen sich die Schweizer beleidigt und tief gekränkt. Die Königsdisziplin der Deutschen wiederum ist die penible Ordnung. Auch Zielstrebigkeit, Direktheit und natürlich Unfreundlichkeit bestimmen das Klischee des Deutschen. Trotz ihrer feschen Autos und ihrem Überfluss an Bier sind sie mit sich selbst nie zufrieden und nicht in der Lage, die Freuden des Lebens auszukosten. Österreichische Studenten leiden, weil die Deutschen ihnen ihre Studienplätze streitig machen. Aber auch im Urlaub sind die Deutschen nicht gern gesehen, denn sie können nicht davon ablassen, ab 4 Uhr morgens alle Liegen am Pool mit Taschen und Handtüchern zu besetzen. Zum Glück lässt sich der Großteil dieser Vorurteile nicht bestätigen. Abgesehen von leichten Unterschieden im Dialekt kann man im Kontakt mit den Jugendlichen aus den anderen Staaten kaum Differenzen erkennen. Tatsächlich schafft es niemand, derartige Klischees ohne ein Grinsen im Gesicht aufzuzählen. Im Grunde genommen sind wir uns dann doch sehr ähnlich.

 

Interview mit der leitenden Organisatorin Anita Kupper

Vom 22. bis zum 25. Juli 2011 stieg in der Nähe von Markelfingen am Bodensee das diesjährige „Bodenseecamp“. Rund 130 interessierte Jugendliche befassten sich drei Tage lang mit dem Thema Medien und Medien machen. Paul Moser hat dabei mit der leitenden Organisatorin Anita Kupper ein Interview geführt.

P: Anita, was zeichnet deiner Ansicht nach das Bodenseecamp gegenüber anderen Veranstaltungen aus?

A: Die Ursprungsidee hieß, „Mit Technik in die Pampa“. Die Verbindung von Outdoor und Technik und Medien, sind meiner Ansicht nach einzigartig und machen das Bodenseecamp so besonders.

P: Was arbeitest du sonst, wenn du mal nicht deinen Aktivitäten als Chefin nachgehst?

A: Normalerweise bin ich Kommunikatorin, jedoch habe ich mich schon immer für Medien interessiert. Ich war zum Beispiel auch in der Schülerzeitung meines Gymnasiums.

P: Weißt du noch wann du zum ersten Mal etwas für die Schülerzeitung geschrieben hast?

A: Ich glaube das war, wie ich 14 Jahre alt war.

P: Ok, wie bist du zum ersten Mal zum Bodenseecamp gekommen. Warst du etwa einer der Mitgründer?

A: Nein, jedoch war ich im ersten Bodenseecamp Teilnehmerin bzw. Workshopleiterin.

P: Und wie hast du es dann geschafft Leiterin zu werden?

A: Nach dem Ausstieg des letzten Leiters wurde ich dann angefragt ob, ich eventuell Lust hätte den Posten zu übernehmen. Ich war jedoch schon davor stark an der Organisation beteiligt.

P: Dein Job ist allem Anschein nach sehr stressig, erzähl uns wann du angefangen hast zu planen?

A: Erste Planungen beginnen bereits im November oder Dezember. Im März trifft sich das Team zum ersten Mal. Dann nochmal im Juli und Danach nochmal nach dem Camp im Herbst. Natürlich bleiben alle dank Twitter und E-Mail in ständiger Verbindung.

P: Was ist deine Motivation. Es gibt sicher Gründe warum du dir den ganzen Aufwand machst.

A: Was mich persönlich stark motiviert ist, dass Jugendliche so viel rund zum Thema Medien lernen können. Im einen Jahr besucht jemand einen Workshop zum Thema Schülerzeitung im darauffolgenden Jahr kann genau dieser, zum Workshop Radio gehen. So können gute Grundlagen für später gelegt werden.

P: Wie lange können wir noch mit dir rechnen? Du wirst ja nicht dein ganzes Leben lang imBodenseecamp sein.

A: Natürlich nicht. Nächstes Jahr werde ich sicher keine führende Rolle mehr übernehmen, an der Organisation werde ich mich jedoch sicher noch beteiligen, weiter könnte ich mir gut vorstellen Workshopleiterin zu sein.

P: Gibt es in diesem Jahr jemanden den, du ganz besonders magst?

A: Ja, in diesem Jahr ist das ganz eindeutig Matthias. Er ist meine rechte Hand, und hilft mir bei Problemen. Des Weiteren kümmert er sich um die Finanzen.

P: Wenn es einen Liebling gibt, dann gibt es auch sicher jemanden den du nicht leiden kannst?

A: Nein, das kann ich mit Bestimmtheit sagen. Es gibt niemanden den ich nicht mag. Sicher gibt es immer Meinungsverschiedenheiten, aber nie etwas Schwerwiegendes.

 

Workshop Schülerzeitung

Das Bodenssecamp 2011 wartete auch in diesem Jahr wieder mit vielen interessanten und spannenden Workshops rund um das Thema „Medienmachen“ auf. Zum ersten Mal in der Geschichte des Camps wurde auch ein Grundlagen Workshop für junge Schülerzeitungsmacher und solche die es werden wollen angeboten. Die Leitung dieses Workshops durften Lisa Kuppler und Martin Hoisl übernehmen. Mit viel Spaß und Begeisterung machten sich die sechs Teilnehmer dieses Kurses an die Arbeit. Spaß und Begeisterung – genau das ist es auch, was zum Erstellen einer guten Schülerzeitung von Nöten ist, so sind sich die beiden Workshopleiter einig. Und dies stellten unsere Schützlinge auch sogleich bei einer Umfrage unter Beweis:

Welche beiden (wären)/sind ein süßes Pärchen?

  • Julian & Philipp

  • Felix & Anna

  • Raphi & Hannah

Lagerfeuer oder Spielzelt?

  • 69% Lagerfeuer

  • 31% Spielzelt

Was hört sich schöner an – Schweizerdeutsch, Österreichisch oder Bayrisch?

  • Schweizerdeutsch

  • Bayrisch

  • Österreichisch

Was hat euch am meisten Spaß gemacht?

Teilnehmer wiedersehen, Workshop (3x), Kurzfilme, Beschallung, Sonne, neue Leute kennen Lernen, schwimmen, Spielzelt, Zusammenarbeit, Slackline aufbauen, Boot fahren, Fußball, Volleyball, Sonnenpausen zwischen Regen, Angry Birds spielen

Welcher Betreuer hat den besten Körperbau

  • Matthias (Bärchen!!!), Domi und Raphi

    • Alex

    • Christoph und Martin

    Welche Betreuerin das schönste Gesicht?

    • Lisa

    • Anita

    • Christina, Nina, Lucia, Bibi

    Was waren die nervigsten Faktoren am Camp?

    Wetter/Regen (6x), Guten-Morgen-Sonnenschein-Lied (3x), dreckiger Volleyball, See ist 1° zu kalt, Flaschenöffner funktioniert nur bei nichtalkoholischen Automaten, Zug

    Ordne zu:

    • Diva: Felix und Olli

    • Macho: Martin und Felix

    • Clown: Martin

    • Chaot: alle!!

 

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